Trialog der Verkehrsminister Deutschland, Frankreich und Polen
18.11.26 15:00 Uhr
Moderation: Sascha Hingst – rbb24
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Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr, Bundesrepublik Deutschland
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Philippe Tabarot, Ministre des Transports, République française (Verkehrsminister, Französische Republik)
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Dariusz Klimczak, Minister Infrastruktury, Rzeczpospolita Polska (Infrastrukturminister, Republik Polen)
Mobilität kennt keine Grenzen, und Probleme im Verkehr lassen sich immer seltener nur im eigenen Land lösen. Menschen pendeln, reisen und arbeiten über Grenzen hinweg, Waren werden quer durch den Kontinent transportiert, und Lieferketten sind enger verflochten als je zuvor. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Verkehrspolitik der Nachbarländer zusammen gedacht wird. Genau dafür bietet diese Session einen passenden Rahmen.
Drei Verkehrsminister sind dabei: Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland, Philippe Tabarot, Ministre des Transports der République française, und Dariusz Klimczak, Minister Infrastruktury der Rzeczpospolita Polska. Drei Länder mit unterschiedlichen Traditionen, Strukturen und Prioritäten, aber mit vielen gemeinsamen Interessen, kommen hier zu einem offenen Austausch zusammen.
Das Format erinnert an den Gedanken des Weimarer Dreiecks, das seit Jahrzehnten den Dialog zwischen Deutschland, Frankreich und Polen fördert. Gerade im Verkehr zeigt sich, wie eng die drei Länder miteinander verbunden sind: geografisch, wirtschaftlich und kulturell. Was in einem Land beschlossen wird, wirkt häufig direkt auf die Nachbarn und auf die Menschen, die jeden Tag auf funktionierende Verbindungen angewiesen sind.
Im Gespräch geht es um Themen, die alle drei Länder betreffen. Dazu gehört der Ausbau von leistungsfähigen und zuverlässigen Verbindungen, die den Austausch zwischen Regionen und Städten erleichtern. Auch der Zustand der Infrastruktur wird diskutiert: Wie lässt sich der Erhalt bestehender Netze sichern, und wie können notwendige Investitionen langfristig finanziert werden? Die Minister berichten, welche Wege ihre Länder dabei gehen und was sie voneinander lernen können.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Menschen, die Verkehrsangebote nutzen. Pendler, Reisende, Studierende und Unternehmen erwarten Zuverlässigkeit, Komfort und einfache Zugänge, egal in welchem Land sie gerade sind. Die Minister erläutern, wie sich diese Erwartungen in politische Entscheidungen umsetzen lassen und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Ein weiteres Thema ist die Zukunft des Güterverkehrs. Eine starke Logistik ist das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, steht aber unter Druck durch wachsende Anforderungen, Engpässe und Wettbewerb. Diskutiert wird, wie verschiedene Verkehrsträger besser zusammenarbeiten können und welche Rahmenbedingungen Unternehmen brauchen, um verlässlich zu planen.
Auch der Wechsel zu einer klimafreundlicheren Mobilität spielt eine große Rolle. Die Verkehrswende stellt alle drei Länder vor ähnliche Herausforderungen, von neuen Antriebstechnologien über moderne Ladeinfrastruktur bis hin zu attraktiven Angeboten im öffentlichen Verkehr. Die Minister sprechen darüber, wie sich ehrgeizige Ziele mit wirtschaftlicher Vernunft und gesellschaftlicher Akzeptanz vereinbaren lassen.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen den Ländern gestärkt werden kann. Wo bremsen unterschiedliche Regeln und Vorgaben den Verkehr in Europa? Welche Projekte sollten gemeinsam vorangetrieben werden? Und was braucht es, damit Reisende und Unternehmen von einer engen Abstimmung profitieren? Dabei geht es nicht nur um politische Erklärungen, sondern um konkrete Schritte, die das Leben der Menschen verbessern.
Die Moderation sorgt dafür, dass genügend Raum bleibt für Ansichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Danach besteht die Möglichkeit, Fragen aus dem Publikum zu stellen und direkt mit den Ministern zu reden. Eine Simultanübersetzung ins Deutsche, Französische und Polnische ermöglicht es allen Teilnehmern, der Diskussion leicht zu folgen.
Diese Session richtet sich an Menschen aus Politik, Verwaltung, Verkehr und Logistik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Sie bietet die Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, wie die drei Länder die Zukunft der Mobilität in Europa sehen und welche gemeinsamen Perspektiven sich daraus ergeben.


